Im Fluss des Moments
Schauspieler Fritz Karl ist bekannt für seine Vielseitigkeit, seine Präsenz und seine feine Beobachtungsgabe. Abseits von Bühne und Kamera findet er Ruhe und Konzentration dort, wo das Wasser fließt – beim Fliegenfischen.
Für die Virtuelle Zeitschrift Fluss.Frei.Raum traf er sich an der Isar mit seinem Freund Sebastian Hanfland, Geschäftsführer des Landesfischereiverbands Bayern, um gemeinsam Zeit am Wasser zu verbringen. Wir durften als Fluss.Frei.Raum-Team dabei sein, beobachten, zuhören und diese besonderen Momente einfangen.
Auf unserer Website geben drei Fragen und drei Antworten einen persönlichen Einblick in Fritz Karls Verbindung zum Wasser.
3 Fragen – 3 Antworten: mit Fritz Karl
1. Herr Karl, gibt es einen Moment am oder im Wasser, in dem Sie sich sofort „bei sich“ fühlen?
FK: Schon beim Ankommen geschieht es. Man kommt ans Wasser, ist augenblicklich im Hier und Jetzt und wird vom Wasser förmlich eingefangen. Alles andere tritt zurück – die Aufmerksamkeit richtet sich ganz auf den Moment.
2. Gibt es etwas am Wasser, das Sie an Ihren Beruf erinnert – dieses Wechselspiel zwischen Festhalten (Text lernen, Figur verstehen, Rhythmus finden) und Loslassen (im Moment sein, reagieren, sich berühren lassen)?
FK: Das ist eine sehr passende Assoziation. Ja, es ist genau dieses Wechselspiel, das einen ganz besonderen Reiz ausmacht. Vorbereitung und Hingabe, Kontrolle und Vertrauen – beides braucht es, damit etwas Lebendiges entstehen kann.
3. Wenn Wasser eine Botschaft hätte – leise, aber beharrlich – was glauben Sie, würde es uns heute zuflüstern?
FK: Wasser ist Geschichte. Es verändert sich ständig und kehrt doch im Kreislauf immer wieder zurück. Man könnte darin die Existenz selbst lesen. Wasser ist lebendig, ein Zeitzeuge unseres Daseins. Wenn man darüber nachdenkt, was es im Laufe der Zeit alles erlebt hat, wird klar: Alles steht in Verbindung, alles ist im Wandel. Das Wasser erzählt Geschichten, zeigt Spuren dessen, was war. Und heute erzählt es uns vielleicht auch ganz schlicht, dass kein einziger Fisch sichtbar war.
Unser Dank gilt Fritz Karl und Sebastian Hanfland für die Offenheit und die Einladung, Zeit am Wasser zu teilen. Für persönliche Einblicke, gelebte Leidenschaft und eine Verbindung zum Wasser, die wir als Fluss.Frei.Raum-Team miterleben durften.
Das ausführliche Interview erwartet Sie in der ersten Ausgabe unserer Virtuelle Zeitschrift Fluss.Frei.Raum, die in den nächsten Wochen online geht.