Musik trifft Natur: Gemeinsam für lebendige Bäche

Von der verschlammten Rinne zum lebendigen Bach – in Baar zeigen Freiwillige, wie Musik, Gemeinschaft und Umweltschutz zusammenwirken.

In Baar packen Freiwillige an der Kleinen Paar an

In Baar packen Freiwillige an der Kleinen Paar an – für mehr Leben im Wasser

Wenn Musik und Naturschutz zusammentreffen, entsteht Bewegung – im wahrsten Sinne des Wortes. In Baar (Landkreis Aichach-Friedberg) haben sich am 24. Oktober 2025 die Jugend der Blaskapelle Baar, Vertreter der WWF Jugend sowie Bürgermeister Roman Pekis und Umweltreferent Matthias Schlicker zu einem Arbeitseinsatz an der Kleinen Paar getroffen. Ihr Ziel: dem Bach neues Leben schenken und zwei Barrieren beseitigen.

Der Einsatz ist der Auftakt einer Kooperation zwischen dem Musikverbund von Ober- und Niederbayern e.V. (MON) und WWF Deutschland. Gemeinsam soll gezeigt werden, wie Musikvereine als Gemeinschaften Bewusstsein für Umweltthemen schaffen können.
„Wenn Kultur und Umwelt Hand in Hand gehen, lassen sich nachhaltige Werte ganz natürlich vermitteln“, sagt Verena Schlecht, Geschäftsführerin des MON.

Jugend der Blaskapelle Baar
Jugend der Blaskapelle Baar
Umweltreferent Matthias Schlicker
Teambesprechung Kleine Paar

Mit den Händen und entsprechendem Equipment verteilten die Freiwilligen Kies und Steine, damit sich neue Strukturen im Bachbett bilden. Zwei kleine Abstürze wurden eingeebnet – ein wichtiger Schritt, damit Fische und andere Wasserlebewesen wieder ungehindert wandern können.

Der Bayerische Rundfunk hat den Arbeitseinsatz begleitet

Die Renaturierung der Kleinen Paar ist ein Herzensprojekt von Matthias Schlicker, Gewässerkundler und Einwohner von Baar. Er hat mit Unterstützung der Gemeinde und vielen Freiwilligen den einst begradigten und verschlammten Bach Stück für Stück wiederbelebt. Das Ergebnis: Statt nur zwei leben heute wieder neun Fischarten in der Kleinen Paar, dazu zahlreiche Insekten, die auf sauberes Wasser hinweisen.

Auch in anderen Gemeinden macht das Beispiel Schule. Dank gemeinsamer Maßnahmen ist der Bach inzwischen auf sieben Kilometern Länge wieder durchgängig – langfristig soll er auf 27 Kilometern bis zur Donau frei fließen.

Baggerarbeiten an der Kleinen Paar

Was auf den ersten Blick wie ein kleiner Einsatz wirkt, ist Teil einer großen Bewegung: Musik, Gemeinschaft und Naturschutz verschmelzen hier zu einem harmonischen Ganzen – und das wird nach getaner Arbeit natürlich gefeiert, mit Musik, Brotzeit und dem guten Gefühl, gemeinsam etwas Gutes bewegt zu haben.

Kleine Paar