Gewässer und Ort Zufluss zur Isen, Markt Isen
Barriere-Typ Absturz
Status in Planung
Laufzeit bzw. Start April 2025
Beteiligte Organisationen Markt Isen, Bauhof Isen, WWA München
Unterstützt von Fluss.Frei.Raum

Stand März 2026
Der Rückbau des Querbauwerkes wurde mit der Fischereifachberatung, dem Wasserwirtschaftsamt und dem Landratsamt abgestimmt und sollte bei gefrorenem Boden im Februar erfolgen. Auf Grund personeller Engpässe musste der Baubeginn allerdings noch um einige Wochen verschoben werden.

Stand Oktober 2025
Ufersicherungs- und Strukturmaßnahmen wurden von der Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem Fluss.Frei.Raum-Team umgesetzt. Abstimmungsgespräche zum Umbau des neuen Querbauwerkes, einem Absturz hinter einer Furt, haben mit der Gemeinde, dem Wasserwirtschaftsamt und der Fischereifachberatung stattgefunden. Der Umbau im Rahmen der Unterhaltung wird geplant.

Stand August 2025
An einem Gewässerabschnitt eines Zuflusses zur Isen im Gemeindegebiet Markt Isen wurde im Mai vom Projekt Fluss.Frei.Raum gemeinsam mit Ehrenamtlichen eine Gewässerbeprobung durchgeführt. Der Abschnitt ist nach den erhobenen Daten in einem guten Zustand. Es befinden sich allerdings noch Abstürze im Gewässer. Einer dieser Abstürze soll mit der Gemeinde Isen und deren Bauhof zurückgebaut werden.

Erfolge und Ergebnisse

Durch den Rückbau von Querbauwerken in kleineren Zuflüssen können diese wieder an die Mündungsgewässer angebunden werden. Dadurch finden Fische und andere aquatische Lebewesen wieder Zuflucht in den kühleren Oberläufen. Durch den Rückbau des Querbauwerkes kann vielleicht der Abschnitt des Zuflusses, der in einem guten Zustand ist, ausgeweitet werden.

Herausforderungen bei diesem Projekt

Im Oberlauf des Zuflusses befinden sich Hinweise auf eine Steinkrebspopulation. Steinkrebse stehen als stark gefährdete Art auf der roten Liste. Sie sind bedroht durch einwandernde (invasive) Krebsarten, wie den Signalkrebs. Dieser trägt häufig den Erreger der Krebspest, der die heimischen Krebsarten stark bedroht. Die Einwanderung dieser invasiven Arten in die Oberläufe kann durch sogenannte Krebssperren verhindert oder verzögert werden. Hierzu können beispielsweise bestehende Querbauwerke mit Edelstahl verkleidet werden, sodass Krebse diese Hindernisse nicht mehr überwinden können und so der Signalkrebs nicht in die Oberläufe gelangen kann.
Das Querbauwerk, das zurück gebaut werden sollte, wird voraussichtlich zu so einer Krebssperre umfunktioniert. Daher wird ein anderes Querbauwerk in den Fokus genommen.

Fragen zum Projekt?

Kontaktieren Sie uns gerne bei Fragen zu den Hintergründen des hier skizzierten Projekts. In der Liste häufig gestellter Fragen /FAQ finden Sie vom einzelnen Standort unabhängige Informationen.

Doreen Detzner
WWF Deutschland

doreen.detzner@wwf.de
Telefon (0881) 92 75 79 -55