Wehr Riedmühle
– Stand März 2026 –
Eine Variantenplanung wurde erstellt und den Behörden vorgelegt. Ein förmliches Verfahren zur Beteiligung der betroffenen Behörden und Fachbereiche wurde von der Wasserrechtsbehörde am Landratsamt eingeleitet. Bald sollten alle Stellungnahmen vorliegen. Dann kann die passende Variante gewählt und genehmigt werden.
Stand August 2025
Die Roth ist ein ca. 55 km langer Fluss im Regierungsbezirk Schwaben. Sie hat einen mäßigen ökologischen Status und erfüllt somit nicht die Anforderungen der Wasserrahmenrichtlinie. Zur Erreichung dessen sind unter Anderem 19 Maßnahmen zur Herstellung/Verbesserung der linearen Durchgängigkeit als ergänzende Maßnahmen genannt. Die Betreiber der privaten Wasserkraftanlage an der Riedmühle wollen den Betrieb aufgeben und werden dabei vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) Schwaben und dem Projekt Fluss.Frei.Raum unterstützt. Der Wehrstandort befindet sich im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH-Gebiet) Obenhausener Ried und Muschelbäche im Rothtal.
– 1 Wehr wird durchgängig
– 1,88 km freie Fließstrecke werden geschaffen
Erfolge und Ergebnisse
Die beiden ehemaligen Betreiber der Riedmühle haben sich an das Projekt Fluss.Frei.Raum gewandt, da sie das unrentable Kraftwerk nicht länger betreiben möchten und die Durchgängigkeit herstellen wollen. Besonders die Unterstützung des Rückbauprojektes über das ALE Schwaben und deren Förderprogramm „FlurNatur“ ist hervorzuheben. Es soll voraussichtlich über ein Umgehungsgerinne die Roth um das Wehr herumgeleitet und so die vollständige Durchgängigkeit am Wehrstandort bei Mittelwasser gewährleistet werden.
Herausforderungen bei diesem Projekt
Das massive Bauwerk mit einem Absturz von ca. 1? Metern hat zudem eine meterlang betonierte Sohle, die die Stützmauern links und rechts der Roth stabilisiert. Ein Eingriff in die Sohle ist somit schwierig und kostenintensiv. Durch das recht breite Bachbett ist außerdem nur ein sehr geringer Wasserstand bei Mittelwasser vorhanden. Dies schränkt die Durchgängigkeit auf der Betonsohle stark ein. Unterhalb des Wehres hat sich eine große Tiefwasserzone (Kolk) gebildet, die einen wertvollen Rückzugsort für Fische darstellt. Die ökologische und kostensparende Alternative zu einem kompletten Rückbau des Wehres mit Stützmauern und Betonsohle ist hier die Verlegung der Roth in ein Umgehungsgerinne um das Wehr herum. Der alte Verlauf kann so bei Hochwasser noch für Entlastung sorgen. Auf eventuelle Bachmuschelbestände muss ein besonderes Augenmerk gelegt werden.
Fragen zum Projekt?
Kontaktieren Sie uns gerne bei Fragen zu den Hintergründen des hier skizzierten Projekts. In der Liste häufig gestellter Fragen /FAQ finden Sie vom einzelnen Standort unabhängige Informationen.
Doreen Detzner
WWF Deutschland
doreen.detzner@wwf.de
Telefon (0881) 92 75 79 -55