KlimaresilienteBÄCHE UND FLÜSSE
IN BAYERN

Online
11.03.2026 - 19:00 Uhr
Kleine Maßnahmen, große Wirkung – jeder kann anpacken!
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Bamberg / Würzburg / u.a.
13.03.2026 - 23.03.2026
Fluss.Frei.Raum beim FlussFilmFest 2026 am Main
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Online
01.04.2026 - 09:45 Uhr - 12:00 Uhr
Durchgängigkeit & ökologische Gewässerbewirtschaftung in der Unterhaltung
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93309 Kelheim
01.04.2026 - 02.04.2026
Schulung zu ökologischen Verbesserungsmaßnahmen
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Die Lebensräume zahlreicher wassergebundener Tier- und Pflanzenarten sind bedroht, da der Mensch die Fließgewässer staut, begradigt und verschmutzt. Das gilt auch im „Wasserland Bayern“ mit seinem 100.000 Kilometer langen Gewässernetz.

Zur Lage in Bayern

 

Das Projekt Fluss.Frei.Raum wird gemeinsam von WWF Deutschland, BUND Naturschutz in Bayern, Landesfischereiverband Bayern, Bayerischer Kanu-Verband und Landschaftspflegeverband Rhön-Grabfeld umgesetzt. Die Organisationen bündeln ihre Expertise und ihr Engagement, um gemeinsam mit weiteren Partnern für eine ökologische Zukunft der Bäche und Flüsse zu kämpfen.

Welche Unterschiede macht eine Renaturierung
in Bächen und Flüssen

Vor dem
 Rückbau
Nach dem 
Rückbau

Versperrter Weg: ​aufwärts für Fische, ​abwärts für Kies

Bereits niedrige Abstürze ab 15-20cm sind für kleinere Fische zu hoch zum Hinaufspringen und unterbrechen wichtige Wanderwege. ​ Größere Barrieren halten Sedimente zurück, die bachabwärts neue Lebensräume schaffen.

Verlust an ​Lebensraumqualität in aufgestautem Wasser​

​Stehendes Wasser erwärmt sich schneller, wärmeres Wasser enthält weniger Sauerstoff. Schlamm lagert sich in stehendem Wasser am Bachgrund ab, geeignete Orte zur gesunden Entwicklung der Eier sowie die „Kinderstube“ der im Kies laichenden Fische entfällt. Die Selbstreinigungskraft des Bachs schwindet.

Sicherheitsrisiko ​durch marode Querbauwerke​

Viele Stau-Bauwerke sind nicht mehr in Nutzung und marode, die Standsicherheit oft fraglich. Alte Wehre müssen bei Hochwasser teils handbetrieben und schnell geöffnet werden - eine Belastung für die Verantwortlichen und ein Risiko für Anlieger.

Begrenzte Anpassungsoptionen an Klimaextreme​

Einheitliche und wenig vernetzte Lebensräume sind riskant: es mangelt an Möglichkeiten, Orte zu erreichen, die ein Überleben in Stresszeiten ermöglichen. Isolierte Populationen sterben schneller aus. Bäche ohne Eigendynamik verarmen an Strukturvielfalt und Lebensräumen. ​

Verbaute Bäche​ ohne Zugang ​für die Menschen

An vielen Querbauwerken sind die Ufer mit Mauern gesichert. An solchen Stellen ist der Bach nicht mit der umgebenden Aue vernetzt - und oft auch kein Ort, an dem Menschen das Wasser genießen können.​

Freier Weg: ​ aufwärts für Fische, ​ abwärts für Kies

Werden funktionslose Barrieren entfernt, können Fische wieder uneingeschränkt bachaufwärts wandern. Wo größere Barrieren verschwinden, bringen höhere Wassermengen im Fluss wieder Nachschub an Steinen und Kies als Baustoff für dynamische Lebensräume bachabwärts.

Luft zum Leben und​ Raum zum Laichen ​in fließendem Wasser

Fließendes Wasser bleibt kühler und kann mehr des lebenswichtigen Sauerstoffs halten. ​ Ohne stauende Barrieren werden Feinsedimente weitergespült, im Kies-Lücken-System kann der Fischlaich wieder gedeihen und in flachen Uferbereichen aufwachsen.​

Keine Gefahr ​durch marode Querbauwerke

Wird marode Infrastruktur entfernt, kann sie bei Hochwasser keinen Schaden mehr anrichten. Auch die Gefahr durch Verklausung und unbeabsichtiges Aufstauen ist gebannt.​

Höhere Widerstandskraft​ im Klimawandel

Lebensraumvernetzung ist Risikovorsorge: Fische erreichen in heißen Sommern Laichplätze und kühlere Stellen bachaufwärts. Die genetische Vielfalt wird gefördert. Strukturvielfalt durch mehr Eigendynamik im Bach schafft Orte zum Überleben.​

Orte am Wasser ​zum Wohlfühlen​

Plätscherndes Wasser als Wohltat: Wo Mauern beseitigt, Ufer abgeflacht und Schatten spendende Gehölze gepflanzt werden, entstehen Orte, an denen Menschen ihre Bäche gut erreichen und genießen können.​

Aktuell auf Instagram

Seit über 20 Jahren gibt es ein Gesetz, das Europas Gewässer schützen soll: die EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) 💧

Ihr Ziel klingt einfach – ist aber ehrgeizig:
👉 Alle Gewässer (Bäche, Flüsse, Seen und Grundwasser) sollen in einen guten ökologischen und chemischen Zustand kommen.

Doch die Realität sieht anders aus:

📊 2021 erreichten in der EU nur 37 % der Oberflächengewässer einen guten ökologischen Zustand.
📊 In Deutschland sind es sogar nur rund 9 %.
📊 Nur etwa ein Drittel erfüllt gleichzeitig ökologische und chemische Anforderungen.
 
Was bedeutet „guter Zustand“ eigentlich?

Ein Gewässer ist nur dann in einem „guten Zustand“, wenn:

✔️ Tiere und Pflanzen geeignete, intakte Lebensräume finden
✔️ Schadstoffe unter Grenzwerten liegen
✔️ Struktur & Flusslauf naturnah sind
✔️ Form, Struktur sowie Tier- und Pflanzenarten dem natürlichen Zustand des jeweiligen Gewässertyps entsprechen

Es geht also nicht nur um sauberes Wasser –
sondern um lebendige, funktionierende Ökosysteme 🌿🐟
 
Warum ist 2027 ein entscheidendes Jahr?

Die WRRL wurde 2000 verabschiedet.

Bis Ende 2027 sollten die Ziele eigentlich erreicht sein.

⚠️ Wichtig: Die Richtlinie läuft nicht aus.
Aber ab 2027 zählen Ergebnisse – nicht nur Pläne und Konzepte.
 
Warum scheitert die Umsetzung oft?

Häufige Probleme:

🔹 Querbauwerke wie Wehre & alte Stauanlagen
🔹 Begradigte, verbaute Flüsse
🔹 Schadstoffeinträge
🔹 Zu langsame Umsetzung von Maßnahmen

Allein in Bayern haben rund 60 % der Fließgewässer ökologischen Handlungsbedarf.
 
Warum betrifft dich das?

💧 Trinkwasserversorgung
🌾 Landwirtschaft
🌡️ Klimaanpassung bei Hitze & Starkregen
🐟 Biodiversität

Gesunde Gewässer sind kein Luxus – sie sind unsere Lebensgrundlage.
 
Was wir tun können

Die WRRL vor Ort umsetzen.
Zum Beispiel durch den Rückbau von Barrieren, um Flüsse wieder durchgängig zu machen.

Genau hier setzt Fluss.Frei.Raum an 💙
Jede entfernte Barriere bringt uns dem Ziel näher.

Und: Aktuell stehen wichtige Umweltgesetze unter Druck.
Unter dem Motto „Hands off Nature – Hände weg vom Naturschutz“ rufen Umweltverbände dazu auf, bestehende Schutzgesetze zu verteidigen.

Weiter in den Kommentaren ⬇️
Der Biber macht sichtbar, was Bäche und Flüsse eigentlich sind:
keine starren Linien 📏❌
sondern lebendige, sich verändernde Räume 🌊🌱

Seine Bauwerke zeigen, wie wichtig
🌿 Dynamik
🏞️ Raum
🧬 Strukturvielfalt
für gesunde Gewässer sind.

Ob seine Aktivitäten Chancen eröffnen oder Konflikte auslösen,
hängt oft weniger vom Tier ab –
sondern vom Zustand des Gewässers und davon, wie viel Raum wir Flüssen für ihre natürliche Entwicklung lassen 💡🌍.

Chancen erkennen, gemeinsam handeln 🤝🌊

Für die Verbesserung der Gewässerdurchgängigkeit ist eine differenzierte Betrachtung entscheidend:
Natürliche Strukturen und technische Bauwerke wirken unterschiedlich und müssen auch unterschiedlich bewertet werden.

🔧 Der Rückbau technischer Querbauwerke kann große ökologische Vorteile bringen und ist ein zentraler Baustein im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL).
🦫 Natürliche Biberdämme unterliegen dem Artenschutz und dürfen nicht ohne Genehmigung verändert werden.

🌿 Der Biber macht deutlich, wie dynamisch Gewässerräume sind und dass Lösungen dort entstehen, wo ökologische Prozesse verstanden und Interessen gemeinsam berücksichtigt werden. 🤝🌍

#flussfreiraum #ank #aktionsprogrammnatürlicherklimaschutz
#biber #lebendigeflüsse
Biberdämme bremsen das Wasser 💧 und verändern den Flusslauf.
Doch sind sie mit Wehren oder Abstürzen vergleichbar? 🚧🔍 

Der entscheidende Unterschied:
Biberdämme sind dynamisch. 🪵🌊

Sie werden laufend angepasst, umgebaut, bei geeignetem Wasserstand um- oder überströmt und bei Hochwasser teilweise oder ganz abgetragen 🌧️.

Nicht genutzte Wehre sind hingegen starre Bauwerke:
Sie bieten kaum Struktur, schaffen keinen Lebensraum und stellen oft langfristige Hindernisse für die ökologische Durchgängigkeit dar 🧱.

Ob Fische einen Biberdamm passieren können 🐟➡️, hängt ab von:
📅 Jahreszeit & Temperatur
🌊 Wasserstand
🐠 Fischart
🪵 Zustand und Aufbau des Damms

Ergebnisse des „Nationalen Biberforschungsprojektes“ zeigen: Biberdämme sind zumindest zeitweise durchlässig.
In naturnahen Gewässern mit ausreichend Raum sind sie Teil eines lebendigen Systems 🌿💚.

Problematisch werden sie vor allem dort, wo Flüsse stark begradigt oder eingedeicht sind.

👉 Mehr zum Biber, seinen Dämmen und zur Durchgängigkeit erfährst du in unserem Magazin:
https://fluss-frei-raum.org/magazin/zwischen-damm-und-durchgaengigkeit-der-biber-im-fokus/
(🔗 Link in Story und Bio)

📸 Bildnachweis: © Landesfischereiverband Bayern

#flussfreiraum #ank #aktionsprogrammnatürlicherklimaschutz
#biber #biberdamm
Der Biber 🦫🌊🌿

Kaum ein Tier prägt unsere Gewässer so sichtbar wie der Biber.
Mit Dämmen, Burgen und gefällten Gehölzen gestaltet er Flüsse, Bäche und Auen – angepasst an das Leben zwischen Wasser und Land.

Was passiert im und am Wasser?

Durch den Bau von Dämmen wird der Wasserhaushalt beeinflusst:
🌊 Fließgewässer werden langsamer
🌿 Wasser breitet sich in der Fläche aus
🌱 Übergänge zwischen Wasser und Land entstehen

Dabei setzen natürliche Prozesse ein:
• Sedimente lagern sich ab
• Strömung und Wassertiefe werden kleinräumig vielfältiger
• Grundwasserstände können lokal ansteigen

Lebensraum und Wirkung 🌊🌿

Biber leben an Bächen, Flüssen und Seen mit ausreichender Ufervegetation.
In der Kulturlandschaft nutzen sie auch Gräben oder Teiche.

Ob ihre Aktivitäten als Chance oder Herausforderung wahrgenommen werden, hängt stark vom Zustand des jeweiligen Gewässers ab.

Biberdämme sind strukturreich und dynamisch 🪵🌊.
Sie bestehen aus Totholz, Schlamm und Pflanzenmaterial, sind nicht dauerhaft und verändern sich mit Hochwasser.
In naturnahen Gewässern mit ausreichend Raum sind sie ein natürlicher Bestandteil des Systems 🌿.

👉 Mehr zum Biber, seinen Dämmen und zur Durchgängigkeit erfährst du in unseren kommenden Beiträgen und im Magazin:

https://fluss-frei-raum.org/magazin/zwischen-damm-und-durchgaengigkeit-der-biber-im-fokus/
(🔗 Link in Story und Bio)

#flussfreiraum #ank #aktionsprogrammnatürlicherklimaschutz
#biber #lebendigeflüsse
🌊🎬 Wasser & Klima im Fokus – Fluss.Frei.Raum beim Main FlussFilmFest 2026

🗓️13.–22. März 2026
 
Im Wassermonat März wird der Main zur Bühne für inspirierende Filme, starke Bilder und lebendigen Austausch: Mit Gewässerretter-Kurzfilmen, Fluss-Film-Gesprächen und ausgezeichneten Dokumentarfilmen rückt das Main FlussFilmFest 2026 das Thema Wasser & Klima in den Mittelpunkt.
Das einzigartige Filmevent macht im März 2026 Station in elf Städten entlang des Mains.
 
✨ Mit dabei: der WWF-Film
🎥 „FREIFLISEN – Die Vision eines freien Flusses“
Der Film begleitet das Projekt FREIFLISEN und zeigt die Vision, wie die Isen auf rund 30 Kilometern wieder frei fließen und als lebendiger Lebensraum zurückgewonnen werden soll.
 
📍 Bamberg | So, 15.03.2026, 11 Uhr | Lichtspiel Kino & Café
🎤 Für Fluss.Frei.Raum ist Sigrun Lange (WWF) vor Ort und beteiligt sich an den Fluss-Film-Gesprächen – kommt vorbei, stellt Fragen und diskutiert über die Zukunft unserer Flüsse mit.
 
🌍 Hauptfilm des Festivals:
🎬 „Water is Love – Ripples of Regeneration“
Der Film zeigt eindrucksvoll, was Wasser mit Klimaschutz zu tun hat, warum Wasser Leben bedeutet und wie wir gemeinsam dazu beitragen können, gestörte Wasserkreisläufe wieder in Gang zu setzen.
 
🎞️ Außerdem als Special in Kulmbach:
„I AM THE RIVER, THE RIVER IS ME“ – ein berührender Film über Flüsse, ihre Rechte und unsere Beziehung zu ihnen.
 
🎟️ Tickets gibt es direkt bei den jeweiligen Kinos.

👉 Infos & komplettes Programm:
www.mainflussfilmfest.de
 
Bilder:
Main FlussFilmFest 2026 Übersichtskarte - Flussparadies Franken e.V.
Die gebänderte Prachtlibelle legt ihre Eier an Wasserpflanzen ab - Andreas Gehrig/Flussparadies Franken e.V.
 
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🌱 Durchgängige, freie Bäche & Flüsse entstehen nicht von allein.
Wir setzen dort an, wo viele Barrieren übersehen werden:
bei kleinen und mittleren Querbauwerken.
 
🔎 Oft wirken sie einzeln betrachtet unscheinbar – doch in ihrer Summe
zerschneiden sie unsere Gewässer auf kurzer Strecke immer wieder neu.
Der Rückbau solcher Barrieren ist häufig einfach, kostengünstig und dauerhaft wirksam.
 
🔍 Was wir tun:
• Potenziale für den Rückbau sichtbar machen
• Wissen bündeln & teilen
• rechtliche und fachliche Fragen klären
• Rückbau ermöglichen – gemeinsam mit Ehrenamtlichen & Kommunen
 
🛠️ Warum Rückbau wirkt:
Wo Barrieren verschwinden, kehren Dynamik, Lebensräume
und eine bessere Wasserqualität zurück – oft schneller als gedacht.
 
🌍 Der Zustand unserer Gewässer ist kein Zufall.
Er spiegelt gesellschaftliche Entscheidungen und Prioritäten wider. Lange standen Kontrolle und Nutzung im Vordergrund. Heute rücken Anpassungsfähigkeit, Sicherheit und ökologische Stabilität in den Fokus.
 
💙 Durchgängige, lebendige Flüsse sind eine Gemeinschaftsaufgabe.
Wir schaffen die Basis dafür – mach mit.

Videomaterial: © Landesfischereiverband Bayern
 
#flussfreiraum #ank #aktionsprogrammnatürlicherklimaschutz #rückbau #lebendigeflüsse
🐟 Durchgängigkeit bedeutet mehr als freie Wege für Fische.
Sie ist die Grundlage funktionierender Flussökosysteme.
 
🌊 Durchgängige Flüsse können:
• Sedimente & Nährstoffe transportieren
• Wasser in der Landschaft halten
• Auen- & Grundwasserversorgung sichern
• flexibler auf Trockenheit & Starkregen reagieren
 
🌡️ Gerade im Klimawandel zeigt sich:
Starre, verbaute Gewässer geraten aus dem Gleichgewicht, dadurch verschärfen sich Extreme – freie Flüsse sind flexibler und puffern diese ab.
 
➡️ Durchgängigkeit stärkt die natürliche Selbstregulation unserer Gewässer.
 
📸 Bildnachweis: © Landesfischereiverband Bayern
 
#flussfreiraum #ank #aktionsprogrammnatürlicherklimaschutz #durchgängigkeit #klimaanpassung
🚧 Barrieren sind künstliche Querbauwerke in Bächen und Flüssen,
wie Wehre, Schwellen oder Abstürze. Manche davon regulieren Wasserstände, andere dienten früher der Energiegewinnung, Bewässerung oder dem Hochwasserschutz.

⚠️ Was sie bewirken:
• Wasser staut sich oberhalb – der Geschiebe- und Sedimenttransport, bspw. von Kiessubstraten, ist unterbrochen
• der Sauerstoffgehalt sinkt, wenn sich Nährstoffe anreichern
• Auen werden vom Gewässer entkoppelt
• Barrieren für wandernde Arten

👉 Viele dieser Bauwerke werden heute gar nicht mehr genutzt – beeinflussen die Gewässer in ihrer natürlichen Selbstregulation aber weiterhin massiv.

💡 Gerade die Summe der vielen kleinen Barrieren setzt unseren Bächen und Flüssen besonders stark zu.
 
#flussfreiraum #ank #aktionsprogrammnatürlicherklimaschutz #barrieren #querbauwerke
🌍💧 Bäche und Flüsse sind die Lebensadern unserer Landschaften.
Über Jahrtausende konnten sie sich frei entfalten – heute gehören sie zu den am stärksten verbauten Ökosystemen überhaupt.

🔍 Warum das ein Problem ist?
• Tausende Wehre, Schwellen und andere Querverbauungen unterbrechen natürliche Fließwege
• der natürliche Geschiebe- und Sedimenttransport wird unterbrochen
• Lebensräume gehen verloren
• Flüsse verlieren ihre natürliche Dynamik

🌱 Freie Flüsse sind keine Nostalgie, sondern eine Antwort auf Klimawandel, Artenschwund und Wasserknappheit.
In den nächsten Beiträgen schauen wir genauer hin: Was hindert Flüsse am Fließen und wie sieht eine bessere Zukunft aus?

👉 Mehr dazu in unserem neuen Magazinartikel:
fluss-frei-raum.org/magazin/die-zukunft-der-gewaesser-beginnt-mit-freien-baechen-und-fluessen
(🔗 Link in Story und Bio)

📸 Bildnachweis: © Landesfischereiverband Bayern

#flussfreiraum #ank #aktionsprogrammnatürlicherklimaschutz #freieflüsse #gewässerschutz
🐟 Wanderfische brauchen freie Wege – keine Hindernisse! 💙

Staubereiche leiden oft unter Sauerstoffmangel, hoher Nährstoffbelastung und giftigen Algenblüten – ein echtes Stresspaket für jedes Gewässer.

Für Fische bedeutet das:
– Wanderwege sind blockiert
– Laichplätze gehen verloren
– Lebensräume zersplittern

In Europa sind die Bestände wandernder Fischarten wie Aal, Lachs oder Stör seit den 1970er-Jahren bereits um rund 75 % eingebrochen.

➡️ Rückbau bedeutet: bessere Wasserqualität, freie Wanderwege, neue Lebensräume und echte Erholung für bedrohte Arten. 🌿

Bildnachweis:

Oben rechts: Aal © Johan Holmdahl / iStock / Getty Images
Mitte: Algenblüte © IMAGO / McPHOTODebler
Unten links: Stoer © IMAGO / Depositphotos

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