KlimaresilienteBÄCHE UND FLÜSSE
IN BAYERN

Online
12.02.2026 - 19:00 Uhr - 21:15 Uhr
Wie der Klimawandel unsere Rhöner Quellen und Bäche verändert
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München, Messestadt Ost
18.02.2026 - 22.02.2026
Fluss.Frei.Raum auf der f.re.e Messe München
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Online
24.02.2026 - 13:00 Uhr - 14:30 Uhr
Wasserhaushalt und Natürlicher Klimaschutz – Grundlagen, Prozesse, Maßnahmen
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Bamberg / Würzburg / u.a.
13.03.2026 - 23.03.2026
Fluss.Frei.Raum beim FlussFilmFest 2026 am Main
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Die Lebensräume zahlreicher wassergebundener Tier- und Pflanzenarten sind bedroht, da der Mensch die Fließgewässer staut, begradigt und verschmutzt. Das gilt auch im „Wasserland Bayern“ mit seinem 100.000 Kilometer langen Gewässernetz.

Zur Lage in Bayern

 

Das Projekt Fluss.Frei.Raum wird gemeinsam von WWF Deutschland, BUND Naturschutz in Bayern, Landesfischereiverband Bayern, Bayerischer Kanu-Verband und Landschaftspflegeverband Rhön-Grabfeld umgesetzt. Die Organisationen bündeln ihre Expertise und ihr Engagement, um gemeinsam mit weiteren Partnern für eine ökologische Zukunft der Bäche und Flüsse zu kämpfen.

Welche Unterschiede macht eine Renaturierung
in Bächen und Flüssen

Vor dem
 Rückbau
Nach dem 
Rückbau

Versperrter Weg: ​aufwärts für Fische, ​abwärts für Kies

Bereits niedrige Abstürze ab 15-20cm sind für kleinere Fische zu hoch zum Hinaufspringen und unterbrechen wichtige Wanderwege. ​ Größere Barrieren halten Sedimente zurück, die bachabwärts neue Lebensräume schaffen.

Verlust an ​Lebensraumqualität in aufgestautem Wasser​

​Stehendes Wasser erwärmt sich schneller, wärmeres Wasser enthält weniger Sauerstoff. Schlamm lagert sich in stehendem Wasser am Bachgrund ab, geeignete Orte zur gesunden Entwicklung der Eier sowie die „Kinderstube“ der im Kies laichenden Fische entfällt. Die Selbstreinigungskraft des Bachs schwindet.

Sicherheitsrisiko ​durch marode Querbauwerke​

Viele Stau-Bauwerke sind nicht mehr in Nutzung und marode, die Standsicherheit oft fraglich. Alte Wehre müssen bei Hochwasser teils handbetrieben und schnell geöffnet werden - eine Belastung für die Verantwortlichen und ein Risiko für Anlieger.

Begrenzte Anpassungsoptionen an Klimaextreme​

Einheitliche und wenig vernetzte Lebensräume sind riskant: es mangelt an Möglichkeiten, Orte zu erreichen, die ein Überleben in Stresszeiten ermöglichen. Isolierte Populationen sterben schneller aus. Bäche ohne Eigendynamik verarmen an Strukturvielfalt und Lebensräumen. ​

Verbaute Bäche​ ohne Zugang ​für die Menschen

An vielen Querbauwerken sind die Ufer mit Mauern gesichert. An solchen Stellen ist der Bach nicht mit der umgebenden Aue vernetzt - und oft auch kein Ort, an dem Menschen das Wasser genießen können.​

Freier Weg: ​ aufwärts für Fische, ​ abwärts für Kies

Werden funktionslose Barrieren entfernt, können Fische wieder uneingeschränkt bachaufwärts wandern. Wo größere Barrieren verschwinden, bringen höhere Wassermengen im Fluss wieder Nachschub an Steinen und Kies als Baustoff für dynamische Lebensräume bachabwärts.

Luft zum Leben und​ Raum zum Laichen ​in fließendem Wasser

Fließendes Wasser bleibt kühler und kann mehr des lebenswichtigen Sauerstoffs halten. ​ Ohne stauende Barrieren werden Feinsedimente weitergespült, im Kies-Lücken-System kann der Fischlaich wieder gedeihen und in flachen Uferbereichen aufwachsen.​

Keine Gefahr ​durch marode Querbauwerke

Wird marode Infrastruktur entfernt, kann sie bei Hochwasser keinen Schaden mehr anrichten. Auch die Gefahr durch Verklausung und unbeabsichtiges Aufstauen ist gebannt.​

Höhere Widerstandskraft​ im Klimawandel

Lebensraumvernetzung ist Risikovorsorge: Fische erreichen in heißen Sommern Laichplätze und kühlere Stellen bachaufwärts. Die genetische Vielfalt wird gefördert. Strukturvielfalt durch mehr Eigendynamik im Bach schafft Orte zum Überleben.​

Orte am Wasser ​zum Wohlfühlen​

Plätscherndes Wasser als Wohltat: Wo Mauern beseitigt, Ufer abgeflacht und Schatten spendende Gehölze gepflanzt werden, entstehen Orte, an denen Menschen ihre Bäche gut erreichen und genießen können.​

Aktuell auf Instagram

🌊🎬 Wasser & Klima im Fokus – Fluss.Frei.Raum beim Main FlussFilmFest 2026

🗓️13.–22. März 2026
 
Im Wassermonat März wird der Main zur Bühne für inspirierende Filme, starke Bilder und lebendigen Austausch: Mit Gewässerretter-Kurzfilmen, Fluss-Film-Gesprächen und ausgezeichneten Dokumentarfilmen rückt das Main FlussFilmFest 2026 das Thema Wasser & Klima in den Mittelpunkt.
Das einzigartige Filmevent macht im März 2026 Station in elf Städten entlang des Mains.
 
✨ Mit dabei: der WWF-Film
🎥 „FREIFLISEN – Die Vision eines freien Flusses“
Der Film begleitet das Projekt FREIFLISEN und zeigt die Vision, wie die Isen auf rund 30 Kilometern wieder frei fließen und als lebendiger Lebensraum zurückgewonnen werden soll.
 
📍 Bamberg | So, 15.03.2026, 11 Uhr | Lichtspiel Kino & Café
🎤 Für Fluss.Frei.Raum ist Sigrun Lange (WWF) vor Ort und beteiligt sich an den Fluss-Film-Gesprächen – kommt vorbei, stellt Fragen und diskutiert über die Zukunft unserer Flüsse mit.
 
🌍 Hauptfilm des Festivals:
🎬 „Water is Love – Ripples of Regeneration“
Der Film zeigt eindrucksvoll, was Wasser mit Klimaschutz zu tun hat, warum Wasser Leben bedeutet und wie wir gemeinsam dazu beitragen können, gestörte Wasserkreisläufe wieder in Gang zu setzen.
 
🎞️ Außerdem als Special in Kulmbach:
„I AM THE RIVER, THE RIVER IS ME“ – ein berührender Film über Flüsse, ihre Rechte und unsere Beziehung zu ihnen.
 
🎟️ Tickets gibt es direkt bei den jeweiligen Kinos.

👉 Infos & komplettes Programm:
www.mainflussfilmfest.de
 
Bilder:
Main FlussFilmFest 2026 Übersichtskarte - Flussparadies Franken e.V.
Die gebänderte Prachtlibelle legt ihre Eier an Wasserpflanzen ab - Andreas Gehrig/Flussparadies Franken e.V.
 
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🌱 Durchgängige, freie Bäche & Flüsse entstehen nicht von allein.
Wir setzen dort an, wo viele Barrieren übersehen werden:
bei kleinen und mittleren Querbauwerken.
 
🔎 Oft wirken sie einzeln betrachtet unscheinbar – doch in ihrer Summe
zerschneiden sie unsere Gewässer auf kurzer Strecke immer wieder neu.
Der Rückbau solcher Barrieren ist häufig einfach, kostengünstig und dauerhaft wirksam.
 
🔍 Was wir tun:
• Potenziale für den Rückbau sichtbar machen
• Wissen bündeln & teilen
• rechtliche und fachliche Fragen klären
• Rückbau ermöglichen – gemeinsam mit Ehrenamtlichen & Kommunen
 
🛠️ Warum Rückbau wirkt:
Wo Barrieren verschwinden, kehren Dynamik, Lebensräume
und eine bessere Wasserqualität zurück – oft schneller als gedacht.
 
🌍 Der Zustand unserer Gewässer ist kein Zufall.
Er spiegelt gesellschaftliche Entscheidungen und Prioritäten wider. Lange standen Kontrolle und Nutzung im Vordergrund. Heute rücken Anpassungsfähigkeit, Sicherheit und ökologische Stabilität in den Fokus.
 
💙 Durchgängige, lebendige Flüsse sind eine Gemeinschaftsaufgabe.
Wir schaffen die Basis dafür – mach mit.

Videomaterial: © Landesfischereiverband Bayern
 
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🐟 Durchgängigkeit bedeutet mehr als freie Wege für Fische.
Sie ist die Grundlage funktionierender Flussökosysteme.
 
🌊 Durchgängige Flüsse können:
• Sedimente & Nährstoffe transportieren
• Wasser in der Landschaft halten
• Auen- & Grundwasserversorgung sichern
• flexibler auf Trockenheit & Starkregen reagieren
 
🌡️ Gerade im Klimawandel zeigt sich:
Starre, verbaute Gewässer geraten aus dem Gleichgewicht, dadurch verschärfen sich Extreme – freie Flüsse sind flexibler und puffern diese ab.
 
➡️ Durchgängigkeit stärkt die natürliche Selbstregulation unserer Gewässer.
 
📸 Bildnachweis: © Landesfischereiverband Bayern
 
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🚧 Barrieren sind künstliche Querbauwerke in Bächen und Flüssen,
wie Wehre, Schwellen oder Abstürze. Manche davon regulieren Wasserstände, andere dienten früher der Energiegewinnung, Bewässerung oder dem Hochwasserschutz.

⚠️ Was sie bewirken:
• Wasser staut sich oberhalb – der Geschiebe- und Sedimenttransport, bspw. von Kiessubstraten, ist unterbrochen
• der Sauerstoffgehalt sinkt, wenn sich Nährstoffe anreichern
• Auen werden vom Gewässer entkoppelt
• Barrieren für wandernde Arten

👉 Viele dieser Bauwerke werden heute gar nicht mehr genutzt – beeinflussen die Gewässer in ihrer natürlichen Selbstregulation aber weiterhin massiv.

💡 Gerade die Summe der vielen kleinen Barrieren setzt unseren Bächen und Flüssen besonders stark zu.
 
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🌍💧 Bäche und Flüsse sind die Lebensadern unserer Landschaften.
Über Jahrtausende konnten sie sich frei entfalten – heute gehören sie zu den am stärksten verbauten Ökosystemen überhaupt.

🔍 Warum das ein Problem ist?
• Tausende Wehre, Schwellen und andere Querverbauungen unterbrechen natürliche Fließwege
• der natürliche Geschiebe- und Sedimenttransport wird unterbrochen
• Lebensräume gehen verloren
• Flüsse verlieren ihre natürliche Dynamik

🌱 Freie Flüsse sind keine Nostalgie, sondern eine Antwort auf Klimawandel, Artenschwund und Wasserknappheit.
In den nächsten Beiträgen schauen wir genauer hin: Was hindert Flüsse am Fließen und wie sieht eine bessere Zukunft aus?

👉 Mehr dazu in unserem neuen Magazinartikel:
fluss-frei-raum.org/magazin/die-zukunft-der-gewaesser-beginnt-mit-freien-baechen-und-fluessen
(🔗 Link in Story und Bio)

📸 Bildnachweis: © Landesfischereiverband Bayern

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🐟 Wanderfische brauchen freie Wege – keine Hindernisse! 💙

Staubereiche leiden oft unter Sauerstoffmangel, hoher Nährstoffbelastung und giftigen Algenblüten – ein echtes Stresspaket für jedes Gewässer.

Für Fische bedeutet das:
– Wanderwege sind blockiert
– Laichplätze gehen verloren
– Lebensräume zersplittern

In Europa sind die Bestände wandernder Fischarten wie Aal, Lachs oder Stör seit den 1970er-Jahren bereits um rund 75 % eingebrochen.

➡️ Rückbau bedeutet: bessere Wasserqualität, freie Wanderwege, neue Lebensräume und echte Erholung für bedrohte Arten. 🌿

Bildnachweis:

Oben rechts: Aal © Johan Holmdahl / iStock / Getty Images
Mitte: Algenblüte © IMAGO / McPHOTODebler
Unten links: Stoer © IMAGO / Depositphotos

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🔥 Stauseen: versteckte Methanquellen und verlorene CO₂-Speicher. 🌿

Unter Sauerstoffmangel entstehen in vielen Stauseen Methanblasen – ein extrem starkes Treibhausgas.
5,7 % der weltweiten Methanemissionen stammen aus Stauseen.

Gleichzeitig gehen bei Überstauung wertvolle Kohlenstoffsenken verloren:
Wälder, Böden und Pflanzen werden überflutet und können kein CO₂ mehr binden.

➡️ Rückbau stoppt nicht nur Methanbildung, sondern ermöglicht, dass Böden und Vegetation wieder zu aktiven CO₂-Speichern werden.

Bildnachweis: Stausee © IMAGO / imagebroker

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🌊 Flussmündungen schrumpfen – freie Flüsse bauen sie wieder auf!

Flussmündungen, auch Deltas genannt, sind die Gebiete, in denen Flüsse ins Meer oder in große Seen münden. Sie brauchen Sedimente als natürlichen Schutzschild.
Doch Barrieren halten genau diese Sedimente zurück – mit dramatischen Folgen:

– Küsten verlieren Boden
– Lebensräume verschwinden
– Schutz vor Sturmfluten sinkt
– Salzwasser dringt kilometerweit weiter flussaufwärts vor

Studien, etwa am Elwha River (USA), zeigen:
Wenn Sedimente wieder fließen, erholen sich Deltas erstaunlich schnell.

➡️ Rückbau wirkt sogar bis ins Meer hinein.

Bildnachweis: Eidersperrwerk © IMAGO / Zoonar

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🎄✨ Frohe Weihnachten! 🌊💙

Bevor das Jahr zu Ende geht, möchten wir dich fragen:
Welche Themen wünschst du dir für 2026?
Was interessiert dich besonders?
Wovon möchtest du auf unserem Kanal mehr sehen? 👀💬

➡️ Schreib uns deine Wünsche in die Kommentare oder direkt per DM – vielleicht greifen wir dein Thema gleich im neuen Jahr auf! ✨

Wir wünschen dir ein wundervolles Weihnachtsfest, ein gesundes neues Jahr und viele ruhige Momente in der Natur und an frei fließenden Flüssen. 🌊💫
 
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🏞️ Auen brauchen Flüsse und Flüsse brauchen Freiheit!

Barrieren halten Sedimente zurück, die eigentlich flussabwärts gebraucht werden.

Die Folgen:
– Die Flusssohle vertieft sich
– Auen verlieren Kontakt zum Fluss
– Böden trocknen aus
– Grundwasser sinkt
– Biodiversität geht verloren

Auen sind aber unglaublich wichtig – sie speichern Wasser, filtern Schadstoffe, bieten Lebensraum und schützen bei Hochwasser.

➡️ Rückbau verbindet Flüsse und Auen wieder und stärkt ganze Landschaften gegen Dürren UND Hochwasser.
 
Bildnachweis: Johannes Schnell / Landesfischereiverband Bayern

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💧 Mehr Wasser für alle – wenn Flüsse wieder frei fließen! 🌞

Wasserknappheit ist ein wachsendes Problem in Europa. Paradox:
Stauseen verschärfen Trockenheit oft statt sie zu lindern.

Warum?
🔹 Sie bremsen den Fluss und halten Wasser zurück – flussabwärts trocknen Böden aus.
🔹 Große Stauflächen verlieren riesige Mengen Wasser durch Verdunstung.
🔹 In den letzten 30 Jahren haben 53 % der großen Seen & Stauseen weltweit Volumen verloren – vor allem durch Verdunstung.

Natürliche Wasserspeicher funktionieren besser:
🌿 Auen, Moore und Feuchtgebiete halten Wasser in der Landschaft, speisen Grundwasser und puffern Trockenzeiten ab.

➡️ Rückbau bedeutet: weniger Verdunstung, mehr Grundwasser, stabilere Ökosysteme.

Bildnachweis: Ausgetrockneter Boden © Astrid860/ iStock / Getty Images

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